| Eisenbahn im Film – Rail Movies |
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The Eagle Has Landed
Art: Spielfilm
Inhalt1943 in Berlin: Oberst Max Radl (Robert Duvall) unterbreitet SS-Reichsführer Heinrich Himmler (Donald Pleasence) den tollkühnen Plan, den britischen Premier Winston Churchill durch ein deutsches Himmelfahrtskommando zu entführen und nach der Reichshauptstadt zu verschleppen. Die hochgeheime Operation soll außerdem unter dem Kommando von Oberst Kurt Steiner (Michael Caine) vom – wenn ich mich recht erinnere – 10. Fallschirmjäger-Regiment* ausgeführt werden, welcher seinerseits auf ein Minenräumboot strafversetzt wurde, nachdem er einer Jüdin zur Flucht verhelfen wollte. * de facto ab Januar 1944 existent und der 4. Fallschirmjäger-Divison unterstellt
EisenbahnAuf dem Rückweg von der Ostfront hält der Truppentransport auf einem Bahnhof in Polen. Steiner und seine Leute vertreten sich die Beine und werden dabei Zeugen, wie auf dem Nebengeleise Juden deportiert werden, wobei eine junge Frau einen Fluchtversuch unternimmt und geradewegs in Steiners Arme stolpert. Trotz der darauf folgenden verbalen Konfrontation mit dem kommandierenden SS-Obergruppenführer (Joachim Hansen) hebt Steiner die Jüdin schließlich auf einen langsam vorbeifahrenden Güterzug, worauf diese – sich bereits in Sicherheit wähnend – schließlich doch noch von den SS-Schergen exekutiert wird. Gefilmt wurde diese Sequenz auf dem Bahnhof von Rovaniemi in Finnland, wo der reguläre Dampfbetrieb am 30. September 1975 endete. Meines Erachtens sind aber gewisse Zweifel angebracht, ob die Szenen nicht etwa durch das so genannte „Second Unit Team“ und in Abwesenheit von Regisseur Sturges („The Great Escape“) realisiert worden sind. Zwar stand für die Dreharbeiten eine normalspurige Schlepptender-Lok der Finnischen Staatsbahn (VR) aus der Baureihe Tr1 (1940, Achsfolge 1’D1’) zur Verfügung, doch wurde die „Risto“ mit Nº 1070 – zuerst in einer Streckenaufnahme an der Spitze des besagten Truppentransports zu sehen – für den Einsatz als vermeintliche 41er der „Reichsbahn“ nur rudimentär und ziemlich unkompetent modifiziert, wie auch der vierachsige Mannschaftswaggon am Ende des Zuges, welcher vorbildswidrig und ziemlich plump mit übergroßen Lettern „DEUTSCHE REICHSBAHN“ beschriftet ist. Diese Ungereimtheiten stehen zudem in Einklang mit dem hanebüchenen Disput zwischen Caine und Hansen, wobei vor allem die verbale Überreaktion von Oberst Steiner völlig aufgesetzt und daher unglaubwürdig wirkt.
Autor dieser Filmbesprechung: Manuel Gurtner
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