Eisenbahn im Film  –  Rail Movies 
 

 

 

 

Eisenbahn im Film – Rail Movies

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Am 04.07.2010 hochgeladene Angaben

 

TitelZweit-TitelArtProdFRegieLBemerkungenLit
         
   Änderungen – modified entries – entrées modifiées
         
El día de los enamoradosValentine's DaySpE 1959FFernando Palacios95Episodenfilm, der sich um den Valentinstag dreht, notabene mit dem leibhaftigen San Valentin, der den Verliebten jeweils ein wenig auf die Sprünge hilft. Eine längere Szene spielt in der Bahnsteighalle des Madrider Nordbahnhofes Príncipe Pío vor der Abfahrt eines Schnellzuges, darin eingereiht ein CIWL-Speisewagen mit dem Zuglaufschild „Madrid – Gijón“. Gemäß einer Lautsprecherdurchsage handelt es sich um den „Rápido Madrid – Gijón – Santander“. [Manuel Gurtner].
 

 

Am 01.07.2010 hochgeladene Angaben

 

TitelZweit-TitelArtProdFRegieLBemerkungenLit
         
   Neu – new entries – entrées nouvelles
         
Bevor der Blitz einschlägt.SpDDR 1959swRichard Groschopp96In einer Ost-Berliner Zeitung erscheint eine Reportage über eine Lokomotivfabrik. Wegen einiger Mängel in dem Text soll der Journalist den Betrieb dort durch einen „Arbeitsaufenthalt“ genauer kennenlernen. Das Werk wird im Film als „August-Bebel-Werk – VEB Lokomotivbau – AWB“ bezeichnet. In einer Werkhalle steht u. a. eine DR-Dampflok der Baureihe 38.10 (ex pr. P 8) ohne Tender, die eine Untersuchung (Revision) erhält und mehrmals groß ins Bild kommt. Nach Abschluss ihrer Aufarbeitung erhält sie ein Lokschild „38 6001“. Diese Loknummer gab es nie, wenngleich die Ordnungsnummer „6001“ an diejenigen der von der DDR-Reichsbahn 1949 übernommenen Loks der bisherigen Privatbahnen erinnert (gelegentlich „6000er“ genannt). Außerdem zeigt der Film Rahmen und Kessel (mit Mischvorwärmern) von Dampfloks, eine auf dem Werkhof im Hintergrund stehende Diesel-Kleinlok der DR-Reihe V 15 (gebaut ab 1958, Hersteller LKM = VEB Lokomotivbau „Karl Marx“, Babelsberg) auf einem dreischienigen Gleis sowie ein in der Verwaltung des Werks stehendes großformatiges Modell der Neubau-Lok 25 001 (1’D, LKM 1955, Umbau auf Feuerung mit Braunkohle 1958 und Umzeichnung in 25 1002). Als Drehort kommt demgemäß LKM in Babelsberg in Frage, kann aber bislang noch nicht nachgewiesen werden..
Les bijoutiers du clair de luneIn ihren Augen ist immer NachtSpF/ I 1958FRoger Vadim95Dieses Krimidrama spielt in Andalusien, wo Brigitte Bardot als ehemalige Klosterschülerin ihren adligen Onkel auf dessen Schloss besucht. Zu Beginn wird die Ankunft auf einer einsamen Provinzstation gezeigt. Gedreht wurde auf der meterspurigen Lokalbahn San Julian – Fuengirola (siehe dazu auch das Extra-Info zu Cuba) unweit von Torremolinos. Der Dampfzug der „Explotación de Ferrocarriles por el Estado“ (EFE oder ESTADO) in Richtung Malaga besteht aus vier Vierachsern mit Bühneneinstiegen und einem zweiachsigen Packwagen am Zugsende. Bespannt ist die Garnitur mit der EFE-Tenderlok Nº 33, einem C-Kuppler von Couillet (Belgien) mit Baujahr 1886, welche ursprünglich an die damalige NORTE-Meterspurbahn Tudela – Tarazona geliefert worden war. Aufgrund des Umbaus dieser Linie auf spanische Normalspur (1672 mm) zwischen 1946 und 1952 wurde die Maschine zusammen mit ihren baugleichen Schwesterloks 31 und 32 nach Südspanien versetzt. [Manuel Gurtner].
La buena nuevaThe Good NewsSpE 2008FHelena Taberna103Das Bürgerkriegsdrama beginnt anno 1936 im fiktiven baskischen Städtchen Alzania. Am Anfang und am Ende eine Bahnsteigszene, welche auf dem Bahnhof von Azpeitia gedreht wurde, Standort des baskischen Eisenbahnmuseums und Ausgangspunkt der meterspurigen Museumsbahn nach Lasao, auf der die Streckenaufnahmen entstanden. Zu sehen sind nebst der von Krauss 1921 gelieferten Mogul-Stütztenderlok Nº 50 (1’C2st) der Ferrocarriles Vascondados auch drei Reisezugwagen in Stahlausführung der ehemaligen Ferrocarril del Urola, darunter die 1925 bei CAF gebauten Nº 4501 und 4502. [Manuel Gurtner].
Calle MayorHauptstraßeSpE/ F 1956swJuan Antonio Bardem98Die Bahnsteigszenen in diesem Sozialdrama entstanden in Logroño an der Strecke Zaragoza – Miranda de Ebro (– Gijón), wobei unter anderem die kohlegefeuerte Schlepptenderlok 241-2039 (2’D1’) der RENFE vor einem Nachtzug zu sehen ist. [Manuel Gurtner].
Cenizas del cieloAshes From The SkySpE 2008FJosé Antonio Quirós96In Nordspanien spielendes Öko-Drama. Zu sehen ist der TALGO III „Finisterre“ Barcelona – Gijón der RENFE kurz vor Oviedo (im Hintergrund das Kohlekraftwerk Soto de Ribera) sowie eine FEVE-Diesellok der Reihe 1650 (Bo’Bo’) auf dem Industrieanschluss zum Kohlekraftwerk Aboño bei Gijón. [Manuel Gurtner].
Cupido contrabandista.SpE 1962FEsteban Madruga88In dieser Krimikomödie reist Juan Escalada, ein schüchterner Student aus der spanischen Exklave Ceuta, nach Madrid und wird wegen seiner Treuherzigkeit prompt in eine Schmuggleraffäre verwickelt. Gedreht wurde auch im Hafen von Algeciras, wo nach der Ankunft der Fähre eine Tenderlok einige Güterwagen auf dem Kai rangiert. Vom dazumal noch vorhandenen Hafenbahnhof existierte eine Pendelverbindung in Form eines RENFE-Dieseltriebwagens vom Typ ABJ-7 (Serie 9313 bis 9322, Renault 1949) zum Stadtbahnhof. Dort entert der Protagonist auf dem Hausbahnsteig einen RENFE-Seitengangwagen vom Typ AA-5000. Der Schnellzug nach Madrid ist mit der RENFE-Diesellok 1616 bespannt, wobei die Maschine (ALCo 1955, Co’Co’, Typ DL-500A) noch in der Originalfarbgebung (silbern mit grünen Zierstreifen) zu sehen ist. Bei der Einfahrt in einen Unterwegsbahnhof, mutmaßlich gedreht auf dem mit 1500 Volt Gleichstrom elektrifzierten Madrider Nordbahnhof Príncipe Pío, befindet sich dann die 1945 gebaute Elektrolok 7505 der RENFE an der Spitze des Zuges, ein Stahlkoloss von 24 Metern Länge aus der Reihe 7501 bis 7512 mit der Achsfolge (2’Co)(Co2’), geliefert 1944/45 von CAF/MFO. Danach kommt es zum Diebstahl von Juans Koffer mit anschließender Verfolgungsjagd bis zur Abstellanlage für Reisezugwagen, wobei sich dort der CIWL-Speisewagen 3565 (Serie 3562 bis 3569, Naval 1930) ausmachen lässt. Bei der Weiterfahrt des Zuges ist dann die 1947 gelieferte Elektrolok 7412 (RENFE-Serie 7401 bis 7424, Co’Co’, Devis/Sécheron, Lieferjahre 1944 bis 1950) vorgespannt. [Manuel Gurtner].
El día de los enamoradosValentine's DaySpE 1945FFernando Palacios95Episodenfilm, der sich um den Valentinstag dreht, notabene mit dem leibhaftigen San Valentin, der den Verliebten jeweils ein wenig auf die Sprünge hilft. Eine längere Szene spielt in der Bahnsteighalle des Madrider Nordbahnhofes Príncipe Pío vor der Abfahrt eines Schnellzuges, darin eingereiht ein CIWL-Speisewagen mit dem Zuglaufschild „Madrid – Gijón“. Gemäß einer Lautsprecherdurchsage handelt es sich um den „Rápido Madrid – Gijón – Santander“. [Manuel Gurtner].
La domenica della buona genteEin Sonntag in RomSpI 1953swAnton Giulio Majano95Der sonntägliche Tageslauf einiger Menschen in Rom: kleine Freuden, große Hoffnungen, schlimme Enttäuschungen – und der Besuch eines Fußballspiels. Immer wieder tauchen Römer Eisenbahn- und Straßenbahnmotive auf. So überquert bald nach dem Filmbeginn ein vierachsiger Gelenkwagen mit schwebendem Mittelteil (Reihe 5000, Umbau ab 1936 aus älteren Zweiachsern) auf der Linie 1 den Ponte Milvio (hinten Ponte Flaminio), in dessen Nähe das Stadion liegt. Der Einschnitt mit vier Gleisen bei der Piazza di Ponte Lungo (Via Appia Nuova/Via Ivrea) wird von einem Reisezug mit einer Ellok der Reihe E424 befahren. An der Ausfahrt des Straßenbahn-Depots an der Piazza Bainsizza steht ein Triebwagen; später wird das Depot Porta Maggiore gezeigt, aus dem Straßenbahnwagen ausrücken. In einer Stadtstraße geht der Blick zu einer Bahnstrecke im Hintergrund, auf der eine Garnitur aus drei vierachsigen Motorwagen vorbeirollt (vermutlich Reihe Aln 556); später taucht dort ein Reisezug mit einer Dampflok (wohl eine 1’C mit Schlepptender) auf. Im Bahnhof Termini läuft eine Ellok der Reihe E428 (erste Ausführung mit Vorbauten) ein, anschließende Bahnsteigszenen dort lassen weitere Elloks und eine Dampflok schemenhaft erkennen. Mehrfach treffen sich Protagonisten zu Gesprächen auf der Brücke der Via del Pigneto, die über die Strecke aus Richtung Bahnhof Tiburtina führt; diese wird in Richtung Bahnhof Tuscolasna gezeigt (hinten Abzweig Richtung Fernstrecke nach Formia und Neapel sowie Unterquerung der Strecke Neapel – Termini), wobei unten auf den Gleisen hin und wieder Züge auftauchen. An einer uncharakteristischen Haltestelle der Straßenbahn fährt Triebwagen 2221 (Baujahr 1934, vierachsig, Typ MRS = moto-rimorchiata Saglio, benannt nach dem Konstrukteur) ein, auf einem anderen Wagen dort ist der Laufweg der Linie CS (circolare interna sinistra, „innerer Rundkurs linksherum“ im Unterschied zur Linie CD = circolare interna destra, „innerer Rundkurs rechtsherum“) zu erkennen, u. a. mit den Haltestellen P. Flamino – Colosseo – S. M. Maggiore – P. Flamino. Die Porta Maggiore und der dortige Aquädukt sind weiterer Schauplatz des Straßenbahnverkehrs. Nachts ist der Straßenbahnwagen 767 (Baujahr 1925, zwei Achsen, achtfenstrig) in einen Beinahe-Unfall verwickelt. Die Schlusseinstellungen des Films spielen wieder an der Brücke der Via del Pigneto, wo in der Dunkelheit zwei Güterzüge in Parallelfahrt vorbeikommen..
Faccia a facciaCara a cara/ Von Angesicht zu AngesichtSpI/ E 1967FSergio Sollima108Ein Professor wird auf seinem Weg nach Texas von einem Bandenchef als Geisel genommen. Bald ist er von den Outlaws fasziniert. In einer Szenenfolge des überwiegend in Spanien gedrehten Western steht in mittlerer Entfernung eine vierfach gekuppelte Dampflok (der riesige rote Schornstein mit Funkenfänger offensichtlich eine Film-Zutat) mit Allan-Steuerung und Schlepptender, meist teilweise von Personen im Vordergrund verdeckt. Es dürfte eine breitspurige Lok der RENFE verwendet worden sein, die unter der Reihenbezeichnung 040 zahlreiche solcher Maschinen von diversen anderen Gesellschaften übernommen hatte. Möglicherweise handelt es sich um eine ehemalige Lok der NORTE..
IpnosiNur toten Zeugen schweigenSpI/ E/ BRD 1962swEugenio Martin92Dieser frühe Vertreter des Giallo-Genres spielt in der Welt der Varietékünstler und dreht sich um eine mörderische Dreiecks-Beziehung. Eine Szene spielt auf dem mit 1500 Volt Gleichstrom elektrifizierten Madrider Nordbahnhof Príncipe Pío, wo die 1946 gebaute Elektrolok 7405 (RENFE-Serie 7401 bis 7424, Co’Co’, Hersteller Devis/Sécheron, Lieferjahr 1944 bis 1950) bei der Ausfahrt mit einem Güterzug gezeigt wird. [Manuel Gurtner].
JuanitoUnsere Heimat ist die ganze WeltSpE/ BRD 1960FFernando Palacios97Der auf das jugendliche Publikum von damals abzielende Abenteuerfilm spielt in einem fiktiven Land Lateinamerikas während einer Revolution. Der achtjährige Sohn des gestürzten Präsidenten kann sich dank eines deutschen Trappers gerade noch vor den anstürmenden Aufständischen retten, indem die beiden in „Lascasas“ einen völlig überfüllten Flüchtlingstransport entern. Gedreht wurde 1959 in Andalusien, unter anderem auf der Ferrocarriles Suburbanos de Malaga (FSM). Als Kulisse für den Bahnhof von „Lascasas“ fungierte der FSM-Bahnhof Malaga Puerto nahe dem Heredia-Pier. Gezeigt wird die Einfahrt eines Tren mixto (PmG) aus Richtung Torre del Mar, bespannt mit einer dreifach gekupplen Tenderlok der FSM-Reihe 20 (Tubize, 1906). Es folgt eine längere Sequenz auf offener Strecke, wobei Juanito und sein Beschützer im letzten Waggon (FSM-Hochbordwagen Nº 341) mitfahren. [Manuel Gurtner].
MalagaFire Over AfricaSpGB 1954FRichard Sale84Dieser als Star-Vehikel für Maureen O’Hara gedachte Spionagethriller beginnt mit der Ankunft der Heldin in der dazumal noch „Internationalen Zone von Tanger“ (1956 wieder an Marokko) und verlagert sich in der Folge nach Malaga. Gedreht wurde jedoch ausschließlich in Spanien, wobei in einer Einstellung ein Lokalbahnzug der Ferrocarriles Suburbanos de Màlaga (FSM) in Richtung Torremolinos zu sehen ist (siehe dazu auch das Extra-Info zu Cuba). [Manuel Gurtner].
Noche fantástica.SpE 1943swLuis Marquina76Spielt zu Beginn in einem Nachtzug der noch jungen spanischen Staatsbahn RENFE, welcher auf einer Strecke entlang der Küste in einen Erdrutsch prallt, worauf die Schlepptenderlok entgleist. Zuvor sind längere Dialogszenen im Speisewagen sowie im Seitengang und im Abteil eines Schlafwagens zu sehen, welche allesamt mittels Rückprojektion im Studio entstanden. Die mit Modellfahrzeugen gedrehte Havarie kann jedoch nicht überzeugen. [Manuel Gurtner].
Pampa salvajeSavage Pampas, Die Verfluchten der PampasSpE/ USA/ ARG 1966FHugo Fregonese112Spielt während der 1890er Jahre in Argentinien, wo der Kommandant eines vorgeschobenen Militärpostens nicht nur gegen feindliche Indianer, sondern auch gegen den Verfall der Truppenmoral zu kämpfen hat. Gedreht wurde 1965 angeblich am Originalschauplatz, wobei zumindest aber die zu Beginn gezeigte Bahnhofsszene mit der Ankunft der „Damen des leichten Gewerbes“ in Spanien entstand, genauer in Villamanta. Zum Einsatz kam die C-Tenderlok Nº 5 „Villa del Prado“ (Krauss, 1890) der Ferrocarril Madrid – Almorox, deren meterspurige Lokalbahn zwischen 1947 und 1977 in sicherlich 20 Kinofilmen als Drehort diente, so auch beim Science-Fiction-Streifen Crack in the World (USA 1965) [Manuel Gurtner]..
Una raggione per vivere e una per morireSie verkaufen den TodSpI/ E 1972FTonino Vallerii114In diesem Italo-Western soll ein Himmelfahrtskommando während des Bürgerkrieges ein durch die Yankees eingenommenes Fort im Südwesten der USA zwecks Rückeroberung infiltrieren. Auf dem Weg dahin ist ein Militärzug mit einer als Nº 1157 beschrifteten Schlepptenderlok (ex RENFE; 1’D) zu sehen, welcher auf einem Unterwegsbahnhof steht und kurz darauf in einem Tunnel verschwindet. [Manuel Gurtner].
The Spanish GardenerDer spanische GärtnerSpGB 1956FPhilip Leacock95Romanverfilmung nach A. J. Cronin. Die nicht standesgemäße Freundschaft zwischen einem elfjährigen britischen Diplomatensohn und dem Hausgärtner José wird vom gestrengen und eifersüchtigen Vater des Jungen mit allen Mitteln sabotiert. Gedreht wurde im Mai 1956 an der Costa Brava in S’Agarò unweit von San Feliu de Guíxols, das bis 1969 durch eine meterspurige Lokalbahn mit Gerona verbunden war. Eine Bahnsteigszene spielt denn auch in Gerona an der Hauptstrecke Barcelona – Port Bou, wo José wegen eines angeblichen Diebstahls von der Guardia Civil nach Barcelona überstellt werden soll. Bei der Einfahrt eines Breitspurzuges der staatlichen RENFE ist an der Spitze – womöglich einmalig in einem britischen Kinofilm – eine 2’D2’-Tenderlok der ab 1924 gelieferten MZA-Baureihe 1600 zu sehen, welche nach der Verstaatlichung als Nº 242 0231 bis 0290 immatrikuliert wurden, wobei 1962 im Depot Gerona noch sieben dieser imposanten Maschinen stationiert waren. [Manuel Gurtner].
Vamos a matar, CompañerosLaßt uns töten, CompañerosSpI/ E/ BRD 1970FSergio Corbucci118Dieser Italo-Western wurde auf der meterspurigen Ferrocarril Madrid – Almorox gedreht, deren Restbetrieb noch im gleichen Jahr eingestellt wurde. Zu Beginn ist eine Tenderlok (1’Ct) vor einem Kurzzug aus Vierachser (offene Bühneneinstiege) und zweiachsigem Güterwagen (mit Waffenladung des „Schweden“) im Bahnhof Villamanta zu sehen, der als Kulisse für „San Bernardino“ fungiert. Später folgt noch ein Überfall auf einen Reisezug mit den beiden Hauptprotagonisten an Bord, wobei der „Schwede“ in der Folge dieselbe Tenderlok aus dem Intro entert und den Zug kurzerhand entführt, derweil der „Baske“ hinterherhetzt und auch noch aufspringen kann. [Manuel Gurtner].
El viaje de CarolCarol's JourneySpE 2002FImanol Uribe104Das Melodram spielt anno 1938 vor dem Hintergrund des spanischen Bürgerkrieges in der Provinz Galizien. Die zwölfjährige Carol kehrt zusammen mit ihrer todkranken Mutter von New York an deren Geburtsort zurück. Ganz zu Beginn ist die Ankunft des Zuges auf einem Landbahnhof zu sehen, wobei die Estación de Ponte Taboada an der Sierra de la Culebra-Linie im Abschnitt Orense – Santiago de Compostela als Drehort diente. An der Spitze lässt sich nicht etwa die ehemalige Schlepptenderlok 141 F 2111 (North British, 1953) der RENFE ausmachen, welche zur Zeit der Dreharbeiten (Ende Oktober 2001) in Monforte de Lemos einer Kesselrevision unterzogen wurde, sondern die baugleiche Mikado 141 F 2346 (1’D1’), welche 1957 unter der Fabriknummer 710 von Maquinista Terrestre y Marítima in Barcelona gebaut wurde. Die 1975 ausgemusterte Zweizylinder-Maschine wird inzwischen von der ALAF in León betreut und regelmäßig vor Sonderzügen eingesetzt. [Manuel Gurtner].
La vida en un hilo.SpE 1945swEdgar Neville92Ganz zu Beginn reist die Hauptprotagonistin – eine junge schöne Witwe – im Schlafwagen nach Madrid. Sowohl die Bahnsteigszene vor der Abfahrt als auch diejenige nach der Ankunft entstanden mutmaßlich auf dem Madrider Nordbahnhof Príncipe Pío, welcher dazumal bereits elektrifiziert war (1500 Volt Gleichstrom) und zeigt jeweils den CIWL-Schlafwagen 3365 vom Typ S4 (Serie 3361 bis 3380), geliefert 1928 von Metropolitan-Cammel, Birmingham. Die Ausfahrt des Nachtzuges wird dann mit einer Archivaufnahme vom Madrider Atocha-Bahnhof impliziert, wiewohl bei der Ankunft in Madrid ebenfalls eine Archivaufnahme mit der Einfahrt eines Expresszuges (Schlepptenderlok der RENFE, evtl. 2’C ex-MZA, dahinter ein CIWL-Packwagen, Serie 1277 bis 1296) in die Madrider Estaciòn de Delicias gezeigt wird. [Manuel Gurtner].
La vida es maravillosa.SpE 1956FPedro Lazaga88Eugenio ist ein selbstbewusster, aber auch etwas naiver Provinzler von etwa 20 Jahren aus dem spanischen Sergorbe. Um seine Schwester in Barcelona zu besuchen, fährt er zum ersten Mal mit der Eisenbahn. Seine Gutmütigkeit lässt ihn aber bereits unterwegs stranden, als es ihm beim Nachfüllen von Wasserflaschen auf dem Bahnhof von Benicarlo wegen eines durchfahrenden Güterzuges nicht mehr gelingt, den Bahnsteig mit dem bereits anfahrenden Zug noch zu erreichen. Inszeniert wurde 1955 an den Originalschauplätzen, also auch in Segorbe (wo der Zug notabene in Richtung Teruel statt in Richtung Sagunto ausfährt), an der Hauptlinie der einstigen Central de Aragón von Zaragoza nach Valencia. Zur Zeit der Dreharbeiten waren die 1931 bei Euskalduna gebauten und im Depot Valencia Alameda stationierten breitspurigen Garratts der RENFE-Baureihe 462-0401 bis 0406 (Achsfolge 2’C1’+1’C2’) bereits auf die Küstenlinie Valencia – Barcelona versetzt worden, wo die inzwischen ölgefeuerten Maschinen noch bis 1967 die Schnellzüge im Abschnitt Valencia – Tarragona beförderten und damit auch durch Benicarlo kamen. Zug Nº 72 erreicht derweil mit zwei bisher nicht identifizierten Schlepptenderloks an der Spitze das Mittelmeer in Benicassin, dessen auch heute noch bestehendes Hotel „Voramar“ kurz ins Blickfeld kommt. [Manuel Gurtner].
Zampo y Yo.SpE 1966FLuis Lucia105In ihrem Filmdebüt balanciert die damals 14-jährige Ana Belén während einer ihrer Gesangseinlagen auf dem Breitspurgeleise einer doppelspurigen elektrifizierten Hauptbahn, bis ihr jüngerer Begleiter darauf aufmerksam macht, dass demnächst ein Zug kommt. Kurz darauf passiert auf dem vorderen Geleise ein zweiteiliger Dieseltriebzug der RENFE vom Typ TAF der Reihe 9500 (Fiat 1952) die Stelle. Nur etwas später kommt auf dem hinteren Geleise eine der damals brandneuen TALGO III-Garnituren (hier achtteilig) entgegen, bespannt mit einer Diesellok der RENFE-Reihe 2000 T (B’B’), welche 1964 bei Krauss-Maffei (Nº 2001 bis 2005) und Babcock-Wilcox (Nº 2006 bis 2010) gebaut wurde. Gedreht wurde diese Szene 1965 außerhalb von Madrid, mutmaßlich an der Sierra de Avila-Linie, weshalb es sich beim TAF um den Rápido Madrid – Gijón (via Segovia) handeln könnte. [Manuel Gurtner].
         
   Änderungen – modified entries – entrées modifiées
         
The Long DuelDer KampfSpGB 1967FKen Annakin115Epischer Abenteuerfilm, angesiedelt im Nordwesten Indiens zu Beginn der 1920er Jahre. Darin erfolgt ein Angriff muslimischer Rebellen auf einen Truppentransport der Briten. Die Außenaufnahmen entstanden vollständig in Südspanien, wobei die Bahnszenen auf der Strecke Granada – Almeria im Abschnitt Guadix – Gergal gedreht worden sein dürften und recht authentisch wirken. Bei der Schlepptenderlok der Oudh & Rohilkhand Railway (ORR), welche ein Breitspurnetz östlich des Ganges betrieb und 1925 in der East India Railway (EIR) aufging, handelt es sich um die ebenfalls breitspurige RENFE-Maschine 140 2005 aus der Serie 140 2001 bis 2015 (ex ANDALUCES 461 bis 475), gebaut 1921 bei Baldwin in Philadelphia. Im Film sind die zweiachsigen gedeckten Güterwagen mit den Gurkas an Bord mit EIR beschriftet. [Manuel Gurtner].
Navajo JoeAn seinen Stiefeln klebte Blut/ Kopfgeld: Ein DollarSpI/ E 1966FSergio Corbucci93 mehr über diesen Film
 
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La Noche del terror ciegoDie Nacht der reitenden LeichenSpE/ P 1971FArmando de Ossorio101 mehr über diesen Film
 
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Autor: Joachim Biemann
Online: 02.12.2000
Version vom 04.07.2010

 

Eisenbahn im Film – Rail Movies
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